FILMOGRAFIE

Lasst die Alten sterben, Spielfilm (2017) 

Regie und Drehbuch

Kevin ist jung, hat viele Freunde und ist voller Tatendrang. Dennoch fühlt er sich leer. Mit Freunden gründet er deshalb eine Kommune nach dem Vorbild der 80er-Jahre. «Lasst die Alten sterben» ist ein tragisch-komischer Film über Jugendliche, die in einer Welt aus Zuckerwatte nach Luft schnappen. Eine Generation, die einen Grund für ihr Unwohlsein sucht und sich aus der Langweile befreien will – und dabei höchstens die eigene Inhaltslosigkeit entlarvt. 

der Film als VoD

Experiment Schneuwly, Serie (2014 – )
Regie und Drehbuch

Herr und Frau Schneuwly erklären sich im Rahmen eines Experiments bereit, eine für sie fremde Welt zu betreten. Das gutmütige Ehepaar wird zu möglichst frivolen Aktivitäten motiviert. Dabei kommt ihnen die gutbürgerliche Gehorsamkeit entgegen. Das ist mein ironischer Beitrag zu einem immer grösser werdenden Stadt-Land-Graben.

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Der leere Briefkaste, Kurzfilm (2006)
Regie und Drehbuch

Alex Wacker ist ein Schweizer, der durch unglückliche Umstände und persönlichem Unvermögen seine Dokumente verliert. Als Folge davon wird er mit den unerbittlichen Konsequenzen der Bürokratie konfrontiert und endet als «Sans Papier».

Gib dir doch einfach mehr Mühe

Gib dir doch einfach mehr Mühe, Kino-Dokumentarfilm (in Herstellung)
Regie und Autor

Der Film begleitet Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen neurologischen Herausforderungen auf ihrem Weg durch das Bildungssystem, das sie auf die Gesellschaft der Erwachsenen vorbereiten soll. Die Protagonist:innen haben Fragen und suchen nach Lösungen für die Schwierigkeiten, die sie erleben. Der Film versucht, diese Fragen im Namen der Kinder zu erkunden und Antworten zu finden.

 

RORSCHACH, Spielfilm (in Entwicklung)
Regie und Drehbuch

Winter 1916: Der Schweizer Psychiater Hermann Rorschach reist nach dem Selbstmord einer seiner Patienten in ein abgelegenes Bergdorf und hofft, mit seiner neuen Tintenklecksdiagnose die Zurechnungsfähigkeit eines wahnhaften Mörders zu beurteilen. Doch je mehr Licht er in den rätselhaften Mordfall bringt, desto mehr muss er erkennen, dass alle im Dorf getäuscht wurden – und er selbst seiner eigenen Wahrheit nicht ins Auge sehen kann.

Offline, Spielfilm (in Entwicklung)
Regie und Drehbuch

Der 12-jährige Ruben reist in die Vergangenheit – in eine Zeit, bevor es Smartphones gab – und erhält die Möglichkeit, seine zerrüttete Familie zu retten.

THEATERGRAFIE

FRÜHER WAR ALLES ­ BESSER (2027) 

Regie und Mitarbeit Text

Eine Reise in die Vergangenheit. Mit «Früher war alles besser» laden die Schneuwlys das Publikum ein, sich in die guten alten Zeiten zurückzuversetzen. Alte Filmausschnitte, vertraute Melodien, legendäre Sportmomente und ikonische Fernsehauftritte – alles, was eine vermeintlich heile Welt ausmachte, wird auf der Bühne lebendig. Doch warum verklären wir die Vergangenheit? War sie wirklich besser oder trügt uns die Nostalgie? Mit Humor, Experimentierfreude und kritischem Blick hinterfragt das Stück das menschliche Bedürfnis, in der Vergangenheit Zuflucht zu suchen.

S O R T I E R T (2026) 

Text und Regie

Von Juri Steinhart und Dimitri Stapfer. Koproduktion mit dem Schlachthaus Theater Bern.

«SORTIERT» beschreibt eine Gegenwart, in der Rechtspopulismus nicht mehr Ausnahme, sondern Zustand ist und jene Teile der Gesellschaft, die ihm widersprechen wollen, in sich selbst uneins werden. Der Abend untersucht, wie sich politische Sprache einschreibt, wie sie Zugehörigkeit erzeugt und Ausgrenzung legitimiert. Er fragt, wie leicht demokratische Prinzipien ins Rutschen geraten – und welche Verantwortung jede:r Einzelne in diesem Prozess trägt. 

Schneuwlys machen ein Theater Plakat
SCHNEUWLYS MACHEN EIN THEATER (2025)
Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis des Kantons Bern

Regie und Mitarbeit Text

Matto Kämpf in Zusammenarbeit mit Anne Hodler und Juri Steinhart, in Koproduktion mit dem Theater Matte.

Ein Wiedersehen mit Hansjörg und Margrit Schneuwly, diesmal nicht im Flimmerkasten, sondern live auf der Bühne! Nachdem sie sich durch die Welt des Kiffens navigiert, Paartherapien überlebt und sogar die Tore eines geheimnisvollen Swingerclubs geöffnet haben, wagen sie nun ihr kühnstes Experiment: eine Theaterproduktion. Tauchen Sie ein in ein verrücktes Theatererlebnis, gewürzt mit einer grosszügigen Prise absurdem Schneuwlyismus.

A N G E Z O G E N (2023) 

Text und Regie

Von Steinhart/Schwegler/Nauer & Reverend Beat-Man. Koproduktion mit dem Schlachthaus Theater Bern. 

Ein zartwilder Hybrid aus Live-Konzert, Theater und Smartphone-Stream. Zwei Menschen Ü50 treffen sich zu einem Blind Date bei einem Konzert von Reverend Beat-Man. Sie hoffen auf die grosse Liebe für ihren dritten Lebensabschnitt. Die Diskrepanz zwischen ihrer digitalen Persona und der direkten Begegnung mit einem realen Gegenüber stellt die beiden auf eine harte Probe. Digitale Interaktion und analoge Begegnung finden parallel auf grossen Screens und auf der Bühne statt. Und eine grenzenlose Fähigkeit des Menschen fällt ins Auge: Wir projizieren immer wieder Bilder in andere, die mehr mit uns selbst als mit dem Gegenüber zu tun haben. «ANGEZOGEN» ist eine hybride Performance aus Live-Konzert, Theater und Smartphone-Stream. Erzählt wird eine berührende Geschichte über das Scheitern des Sich-ineinander-Verliebens.

PERSON

Juri Steinhart
Foto Simon Michel

Juri Steinhart ist Drehbuchautor, Theater- und Filmregisseur. Er entwickelt Geschichten, Formate und kulturelle Projekte, die Unterhaltung mit gesellschaftlicher Relevanz verbinden.

Sein Handwerk erlernte er an der Hochschule Luzern – Design & Kunst sowie im Studiengang Film an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), den er mit Auszeichnung abschloss. Seine Laufbahn verbindet künstlerische Arbeit mit organisatorischem und unternehmerischem Denken – geprägt durch Erfahrungen als Kaufmann, Produktionsmitarbeiter sowie in der Leitung von Kultur- und Bildungsinstitutionen.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagiert sich Juri Steinhart seit vielen Jahren in der Aus- und Weiterbildung. Er ist Gastdozent an der Hochschule der Künste Bern (HKB), leitet den Lehrgang Film an der Schule für Gestaltung Bern und Biel (SfGB-B) und verantwortet in Co-Leitung den schweizweit ersten Vorbereitungsgang für den eidgenössischen Fachausweis Multimedia Content Creator.

In seinen Arbeiten verbindet Juri Steinhart emotionale Erzählweisen, satirische Zuspitzung und gesellschaftliche Beobachtung. Für die avantgardistische Mockumentary-Serie «Experiment Schneuwly», die im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt wurde, entwickelte er eine eigenständige Erzählform zwischen Fiktion, Satire und dokumentarischer Inszenierung. Das Format adaptierte er später für die Bühne. Das Stück «Schneuwlys machen Theater» tourte vor ausverkauften Reihen durch die Deutschschweiz und wurde 2025 mit einem Literaturpreis des Kantons Bern ausgezeichnet.

Sein Spielfilmdebüt «Lasst die Alten sterben» ist eine tragisch-komische Satire über Jugendliche, die in einer Welt aus Zuckerwatte nach Luft schnappen. Der Film porträtiert eine Generation, die nach einem Grund für ihr Unbehagen sucht, sich aus der Langeweile befreien will und dabei mit der eigenen Orientierungslosigkeit konfrontiert wird. Das Thema fand breite mediale Resonanz. Unter anderem war Juri Steinhart in der SRF-Sendung Club im Schweizer Fernsehen zum Thema „Jugend ohne Rebellion“ zu Gast.

Sein aktuelles Projekt ist der Kino-Dokumentarfilm «Gib dir doch einfach mal mehr Mühe». Darin widmet er sich dem Thema Neurodiversität und verbindet den Film mit einem Dialog zwischen Betroffenen, Fachpersonen, Bildungsinstitutionen und Politik.

 

AUSZEICHUNUNGEN

Kulturfonds SUISSIMAGE, Förderprogramm Stoffentwicklung Kinderfilme

SSA (Société Suisse des Auteurs) Stipendium

Co-Autor, Literaturpreis des Kantons Bern 2025 für «Schneuwlys machen ein Theater».

Gewinner Ideenwettbewerb der Migros-Kulturprozent

Auf der Shortlist ADC (Art Directors Club Schweiz)

Auf der Shortlist Edi (Schweizer Preis für Werbe-, Industrie- und Unternehmensfilme)

Diverse Auszeichnungen und Nominierungen an Festivals im In- und Ausland u.a.: 13. Zurich Film Festival | São Paulo International Film Festival | Spielfilmwettbewerb FILMKUNSTFEST MV, Schwerin | FILMZ – FESTIVAL DES DEUTSCHEN KINOS | Nomination Filmmaker Award | Bester Abschlussfilm ZhdK | 1. Preis upcoming filmmakers | Gewinner Xenix-Tage | FILMFESTIVAL LA CABINA, VALENCIA, Best Filmmusic | Gewinner agent-provocateur – martin heller enterprises | Beste europäische Produktion Film, Festival ISSA, Istanbul | Nomination Film Festival Peking | Clermont-Ferrand | Lichtspieltage Winterthur | Solothurner Filmtage | Filmfestival Braunschweig | Exground Filmfest | Filmfestival Köln | Int. Filmfestival Shnit | Cinekid for Professionals, Niederlande | …

 

UNTERRICHTSTÄTIGKEIT

Gastdozent an der Hochschule der Künste in Bern

Co. Leiter Lehrgang Film und Dozent an der Schule für Gestaltung Bern und Biel

Co. Leiter und Dozent für den Bildungslehrgang «Multimedia Content Creator» mit eidg. Fachausweis an der BiCT

Dozent am Institute SAE Zürich

Leiter Script Academy | Talent Screen

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